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12.02.2026 — Aktuelle

„Wenn wir wirklich wollen, dass mehr Menschen im Alter arbeiten, dann dürfen wir niemanden strukturell ausschließen“, so Bundesrat Schwindsackl.

Steuerzuckerl mit Haken

Ab 2027 lockt die Regierung Pensionisten mit einem Steuerfreibetrag zurück in die Erwerbsarbeit. Doch wer keine 40 Versicherungsjahre vorweist, soll leer ausgehen. Bundesrat Ernest Schwindsackl, Landesobmann des Steirischen Seniorenbundes, warnt vor einer massiven Benachteiligung insbesondere von Frauen und fordert eine faire Lösung für alle ab 65, damit der Zuverdienst nicht zum Privileg einiger weniger wird.

Die Bundesregierung hat sich auf ein Modell zur steuerlichen Begünstigung von Arbeit im Alter ab 2027 verständigt. Vorgesehen ist ein jährlicher Steuerfreibetrag von 15.000 Euro beziehungsweise 1.250 Euro monatlich für Personen, die nach Erreichen des gesetzlichen Pensionsantrittsalters weiterarbeiten oder ihre Pension aufschieben. Der Freibetrag reduziert die Steuerbemessungsgrundlage und ist damit deutlich gerechter als die ursprünglich geplante Flat-Tax. Das Modell soll für Unselbstständige wie Selbstständige gelten.

Kritisch sieht Bundesrat Ernest Schwindsackl, Landesobmann des Steirischen Seniorenbundes, die derzeit geplante Zugangsvoraussetzung beim Zuverdienst zur Pension: Der Freibetrag soll nur jenen Pensionistinnen und Pensionisten zustehen, die vor dem Pensionsantritt mindestens 40 Versicherungsjahre erreicht haben. Wer diese Voraussetzung nicht erfüllt, geht leer aus. Beim Aufschieben der Pension gilt diese Einschränkung hingegen nicht.

„Damit wird Altersarbeit faktisch zu einem Privileg für einen eingeschränkten Personenkreis“, warnt Schwindsackl.

Besonders betroffen seien Frauen, die aufgrund von Teilzeit, Betreuungspflichten und unterbrochenen Erwerbsbiografien häufig keine 40 Versicherungsjahre erreichen. Gerade sie seien im Pensionsalter aber oft auf einen Zuverdienst angewiesen. „Wenn wir wirklich wollen, dass mehr Menschen auch im Alter arbeiten, dann dürfen wir niemanden strukturell ausschließen“, so Schwindsackl.

Die begünstigte Besteuerung müsse inklusiv gestaltet sein und dürfe nicht an Hürden scheitern, die viele Menschen niemals überwinden können. Der Steirische Seniorenbund fordert daher eine Adaptierung der Regelung: Der Steuerfreibetrag soll entweder bei Vorliegen von 40 Versicherungsjahren gewährt werden oder alternativ allen Pensionistinnen und Pensionisten ab 65 Jahren offenstehen, die einen Zuverdienst beziehen.

Das Vorhaben ist derzeit eine Regierungsvorlage und hat den parlamentarischen Prozess noch nicht durchlaufen. „Ich werde mich im Nationalrat und Bundesrat weiterhin mit Nachdruck für Verbesserungen einsetzen und diese Forderung in die Verhandlungen einbringen“, kündigt Schwindsackl an.

VerfasserIn: Redaktion

Chronik

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Mitten im Leben

Unsere steirischen Seniorinnen und Senioren stehen mit ihrer Lebensfreude und ihren zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen mitten im Leben.
Hier finden Sie ein paar Kostproben aus der Chronik der aktuellen Ausgabe unserer Zeitung ZEITLOS. Für die große Vielfalt klicken Sie oben auf ALLE.

Graz-Eggenberg

50 Jahre Seniorenbund Graz-Eggenberg

Der Einladung folgten nicht nur alle geladenen Ehrengäste, sondern auch
96 Vereinsmitglieder und Freunde. Mit einem Glas Sekt und einem kleinen Geschenk für die Damen wurden die Gäste willkommen geheißen. Nach dem
Essen folgten Ansprachen von unseren Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft (LObm.Bundesrat E. Schwindsackl, GR HR Dipl. Ing. G. Topf, Stadtrat K. Hohensinner, GF M. Huber, GR Dr. P. Piffl-Percevic, Bez. Obmann E. Pratter, BVstv. DI(FH).Robert Hagenhofer). Christa Fartek , beste deutsche Countrystimme 2024, und Entertainer Marco Schelch sorgten neben unserem Keyborder Jo Sternad für großartige Stimmung. Ein tolles Fest, das uns lange in Erinnerung bleiben wird.

Fehring

Baumpflanz-Challenge

Auch wir wurden zur jetzt so aktuellen Baumpflanz-Challenge eingeladen. Die OG Riegersburg nominierte und informierte Obmann Klaus Ronner-Ermertz. Nach kurzer Rücksprache mit Vorstand und Musiker wurde rasch gehandelt: Gesagt-Getan. Am 25. September wurde im Beisein von Kindern des Kindergartens Fehring im angrenzenden öffentlichen Spielplatz ein Feigenbaum gepflanzt. Dieser ergänzt nun den bereits bestehenden Teil mit Obstbäumen. Wir hoffen, dass in ein paar Jahren, wenn die Kinder vielleicht schon erwachsen sind, viele reife Feigen von allen, die vorbeikommen, geerntet werden können. So haben wir ein Zeichen der Gemeinschaft von Jung und Alt gesetzt bzw. gepflanzt. Weitere Nominierung durch den Seniorenbund: Tagesbetreuung für ältere Menschen Fehring.

Mürzzuschlag

Buntes Programm

Das 1. Bezirksherbstfest des Steirischen Seniorenbundes Mürzzuschlag wurde von der Ortsgruppe
Krieglach im festlich geschmückten Pfarrsaal veranstaltet. Ein buntes Programm mit Spangerlschießen,
Schätzspiel, Livemusik und Kulinarik sorgte für beste Stimmung. Der stimmungsvoll dekorierte Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, ein deutliches Zeichen für das große Interesse und Buntes Programm die gelungene Organisation. Unter den Ehrengästen begrüßte man BO Georg Piller, Pfarrer Mag. David Schwingenschuh, Bürgermeisterin Frau DI Regina Schrittwieser LAbg. Cornelia Izzo sowie die Bezirksreferentinnen Regina Schrittwieser und Maria Hainzl. Das Organisationsteam zeigte sich stolz über eine rundum gelungene Veranstaltung – die Gäste gingen begeistert und zufrieden nach Hause.